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Clean Ocean Limited Edition

Die Oris Kampagne zum Schutz der Weltmeere tritt in die nächste Phase ein

Das Ruder herumreißen
Oris ist stolz, die Clean Ocean Limited Edition zu präsentieren, eine Uhr, die in Zusammenarbeit mit einer neuen Meeresschutzorganisation entstanden ist, die Pionierarbeit leistet, indem sie Plastik in Energie umwandelt​.

Die Statistiken zu Plastik in unseren Meeren liegen schwer im Magen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen schätzt, dass mehr als 8 Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr ins Meer gelangen. Das entspricht einem Müllwagen jede Minute. Die UN vermutet, dass 80 % des Mülls in den Ozeanen aus Plastik besteht und dass die Kosten für die Meeresökosysteme 8 Milliarden Dollar betragen.

Laut einigen Experten wird im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen sein und schätzungsweise 99 % aller Seevögel werden Plastik mit der Nahrung aufgenommen haben.

Zu lange hat die Welt die Augen vor dieser zutiefst beunruhigenden Situation verschlossen, aber jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, wo Menschenleben in Gefahr sind. Aufgrund unserer Position in der Nahrungskette nehmen wir gefährliche Substanzen zu uns – giftige Materialien bleiben an Mikroplastik haften, das von Fischen gefressen wird, die in unseren Supermärkten landen. Es ist Zeit, das Ruder herumzureißen. Es ist Zeit, den Kurs der Umweltgeschichte unserer Erde zu ändern, bevor es zu spät ist.

Oris hat seit einigen Jahren in führende Meeresschutzorganisationen investiert und mit ihnen zusammengearbeitet. Der unabhängige Schweizer Uhrenhersteller hat eine erklärte Mission, eine positive Veränderung zu bewirken und hat die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen übernommen.

Oris ist nun stolz, eine neue Partnerschaft mit Pacific Garbage Screening bekannt geben zu können, eine junge Organisation, die Pionierarbeit mit der Entwicklung von Technologie leistet, die dabei helfen wird, das Wasser der Welt sauber zu halten, indem das Plastik aufgefangen wird, bevor es in die Ozeane gelangt. Um diese Partnerschaft zu unterstreichen, präsentiert Oris ebenfalls die Clean OceanLimited Edition, eine Version der leistungsstarken Aquis Taucheruhr. Sie ist bis 30 bar (300 Meter) wasserdicht und verfügt über ein Zifferblatt mit blauem Farbverlauf und eine einseitig drehbare Lünette mit einem blauen Keramikeinsatz, die die Schönheit und Bedeutung des Wassers symbolisieren.

Ein weiteres wichtiges Symbol ist ein Medaillon, das aus recyceltem PET-Plastik besteht und in den Gehäuseboden der Uhr eingesetzt wurde. Jedes der 2 000 hergestellten Exemplare wird in einer besonderen, aus umweltfreundlichen Algen hergestellten Uhrenbox präsentiert.

„Die Oris Clean Ocean Limited Edition ist ein Symbol für unseren Einsatz, die Weltmeere von Plastik zu befreien“, so Rolf Studer, Co-CEO von Oris. „Oris arbeitet weiterhin mit Unternehmen zusammen, um eine positive Veränderung zu bewirken. Wir sind hocherfreut, mit Pacific Garbage Screening zusammenzuarbeiten, deren innovatives Projekt eine deutliche Veränderung zum Besseren erzielen wird und somit mit Oris‘ Mission im Einklang steht.

Den Müll hinausbringen
Der neue Oris-Partner Pacific Garbage Screening arbeitet derzeit an einem Prototyp einer schwimmenden Plattform, um Plastik aus den Weltmeeren zu entfernen.

Aktuelle Forschung zeigt, dass wir ein ernstes Plastikproblem haben – unsere Ozeane füllen sich mit Plastikmüll. Unverantwortliches Verhalten verschlimmert das Problem und das Leben auf der ganzen Erde leidet darunter.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen schätzt, dass ein Europäer durchschnittlich 11 000 Mikroplastik-Partikel pro Jahr durch Fischverzehr zu sich nimmt. Laut einem Bericht des europäischen Unternehmensverbands PlasticsEurope aus dem Jahr 2016 werden im Jahr 2050 jedes Jahr 2 Milliarden Tonnen Plastik in Ozeanen landen, im Vergleich zu 332 Millionen Tonnen im Jahr 2015, wenn die entsorgte Menge weiterhin in dem derzeitigen Tempo zunimmt.

Was kann dagegen unternommen werden? Unternehmen und Privatpersonen stehen ganz eindeutig in der Pflicht, verantwortungsbewusster zu konsumieren, aber wir benötigen auch große Ideen, die dabei helfen, die derzeitige Situation zu verbessern und einen Teil des Schadens, den unsere Meere erlitten haben, zu beseitigen.

Oris ist stolz darauf, die neue Partnerschaft mit einer neuen, Pionierarbeit leistenden Organisation mit dem Namen Pacific Garbage Screening bekannt geben zu können, eine Organisation die an einer revolutionären Lösung arbeitet, welche dabei helfen wird, unsere Ozeane zu säubern.

Das Konzept der Organisation ist eine schwimmende Plattform, die in Flüssen und Mündungen platziert wird und die Plastikmüll einsammelt und recycelt und diesen in Energie und biobasierte Produkte, zum Beispiel biologisch abbaubares Plastik, umwandelt.

Die riesige Struktur sammelt Plastik, sogar Mikroplastik, mittels eines Vorgangs ein, der als „umgekehrte Sedimentation“ bezeichnet wird. Finnen unter der Wasseroberfläche beruhigen die den Plastikmüll unter Wasser schiebende Strömung, so dass dieser an die Oberfläche steigt, wo die Plattform ihn dann abschöpfen kann (siehe unten).

„Das ist genau die Art erfindungsreicher und wegweisender Technologielösung, die unsere Weltmeere benötigen“, so Rolf Studer, Co-CEO von Oris. „Wir sind stolz, Marcella und das Pacific Garbage Screening-Projekt zu unterstützen und freuen uns außerordentlich zu sehen, wie sich das Konzept entwickelt. Wir glauben, dass wir gemeinsam einen Unterschied machen können.“

Es ist eine geniale Idee. Derzeit arbeitet das Pacific Garbage Screening-Team an einem Prototyp, der als Wirkungsnachweis getestet werden kann. Auf den folgenden Seiten erläutert die Geschäftsführerin der Organisation, Marcella Hansch, die Vision ausführlicher.

Eine klare Sicht
Die Geschäftsführerin von Pacific Garbage Screening Marcella Hansch erläutert ihre Vision, die Weltmeere vom Plastik zu befreien.

Marcella, erzähle uns etwas über dich selbst.
Ich bin Architektin und die Gründerin des Projektes Pacific Garbage Screening (PGS).

Was ist Pacific Garbage Screening?
PGS ist ein Projekt, um die Meere vom Plastikmüll zu befreien. Die Idee hat sich während meiner Masterarbeit in Architektur entwickelt: eine schwimmende Plattform, die innerhalb von Ozeanwirbeln (kreisförmige Meeresströmungen) platziert werden soll, um Plastik und Mikroplastik herauszufiltern. Vor zwei Jahren haben wir eine gemeinnützige Gesellschaft mit einigen engagierten jungen Wissenschaftlern gegründet, um die Idee zu verwirklichen – diese Organisation wurde zu Pacific Garbage Screening.

Was sind die Ziele des Projektes?
Wir verfolgen zwei Ziele. Erstens wollen wir nachweisen, dass die Idee funktioniert, und die Plattform so anpassen, dass ein umsetzbarer Prototyp für Flüsse und Mündungen entsteht. Zweitens wollen wir das Bewusstsein bezüglich der Verschmutzung durch Plastik sowie der Notwendigkeit, den Plastikverbrauch weltweit zu senken, schärfen.

Was ist die Pacific Garbage Screening- Plattform und wie funktioniert sie?
Bei der Plattform handelt es sich um ein verankertes Objekt. Sie verfügt insofern über keinen Antrieb und benötigt keinen Treibstoff und funktioniert wie ein Becken mit umgekehrter Sedimentation. Durch ihre architektonische Form werden die Meeresströmungen beruhigt und wegen dieser Beruhigung sowie der geringen Dichte des Plastiks steigen die Plastikpartikel an die Oberfläche. Es sind keine Filtersysteme wie Netze erforderlich. Dies bedeutet, dass Fische und andere Meeresbewohner nicht zu Schaden kommen.

Wo werden Sie die Plattformen platzieren?
Wir wissen, dass etwa 80 % des Plastiks weltweit über 10 Flüsse in die Weltmeere gelangt. Wir werden Standortanalysen durchführen, um sicherzustellen, dass die Plattformen maximale Effizienz erreichen und die bestmögliche Auswirkung auf die Ozeane haben. Die anderen 20 % werden von Schiffen ausgekippt.

Wie lange wird das Bauen dauern?
Im Moment sind wir in der Phase der Designstudie und stehen am Beginn eines Forschungsprojektes. In den nächsten fünf Jahren planen wir Simulationen, Berechnungen und Modelltests durchzuführen. Der erste Schritt wird eine Machbarkeitsstudie sein, um die Wirksamkeit des Konzeptes zu belegen. Im Rahmen des Projektes wird auch festgelegt, wie groß die Plattform sein wird und welche Materialien wir verwenden sollten, um sie so effizient wie möglich zu machen.

Wann wird das erste gestartet?
Das hängt von der Finanzierung und den Ergebnissen des Forschungsprojektes ab, aber unser Ziel ist es, mit den ersten Prototypen in den nächsten fünf Jahren zu starten.

Was passiert mit dem gesammelten Plastik?
Plastik ist kein Müll, es ist vielmehr eine Ressource unseres Planeten. Es sollte für eine nachhaltige Verwertung verwendet werden. Wir forschen im Moment daran, wie die Plattform das von ihr gesammelt Plastik verarbeiten wird – es ist ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens.

Wie viel Plastik befindet sich derzeit in den Meeren?
Da es keine Methode gibt, die genaue Menge an Plastik in den Meeren zu messen, handelt es sich bei allen Zahlen lediglich um Schätzungen. Aber Experten haben berechnet, dass jede Stunde etwa 700 Tonnen Plastik in die Meere gelangen. Diese Menge wird wachsen, wenn wir es nicht schaffen, unseren Konsum und die Art, wie mit Plastikmüll umgegangen wird, zu kontrollieren. Wir sollten uns wegen dieser Zahlen ernsthafte Sorgen machen.

Was ist die Auswirkung des Plastiks auf die Umwelt?
Das Plastikproblem hat bereits eine große Auswirkung auf unsere Meere und die Nahrungskette. Die Meere sind Quelle des Lebens und produzieren etwa 50 % des weltweiten Sauerstoffs. Eine riesige Menge an Fischen ist bereits mit Plastik kontaminiert. Es handelt sich um ein globales Problem und die Konsequenzen sind bereits auf der ganzen Welt zu spüren.

Wessen Verantwortung ist es, sich dieses Problems anzunehmen?
Wir alle sind als Konsumenten Teil dieses Problems. Daher sollten wir alle Verantwortung dafür übernehmen, das Problem zu lösen. Die Müllteppiche selbst liegen außerhalb der Hoheitsgewässer, daher hat niemand eine rechtliche Verantwortung dafür. Dies ist an sich ein Problem, wobei es auch bedeutet, dass unabhängige Organisationen sich leichter darum kümmern können.

Welche Rolle können wir bei der Lösung spielen?
Jeder kann und muss die Menge an Plastik, die er jeden Tag verbraucht, verringern!

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Oris?
Wir kamen im Rahmen der International Ocean Film Tour in Kontakt und haben angefangen, über eine Partnerschaft nachzudenken, um das Bewusstsein bezüglich der Bedeutung sauberer Meere zu schärfen. Es war offensichtlich, dass Oris sich sehr für saubere Meere einsetzt.

Was umfasst die Partnerschaft?
Wir arbeiten derzeit zusammen an einer Kampagne, um das Bewusstsein bezüglich der Verschmutzung durch Plastik zu schärfen – gemeinsam sind wir stärker. Die Limited Edition-Uhr von Oris wird eine große Rolle bei der Aufklärung und Schärfung des Bewusstseins spielen.

Und abschließend:
Was bedeutet es für dich, deinen eigenen Weg zu gehen? Das zu tun, was ich liebe und eine positive Wirkung auf unseren Planeten zu haben.